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Lohn Elektroberufe Schweiz: Was verdient man 2026 wirklich?
Mindestlöhne laut GAV, marktübliche Löhne nach Beruf und Erfahrung, und was den Unterschied macht. Ohne Anmeldung, ohne Formular, mit Quellenangabe.
Stand 30. Juli 2026 · GAV-Zahlen gültig ab 1. Januar 2026
Die kurze Antwort
Ein Elektroinstallateur EFZ verdient in der Schweiz laut Gesamtarbeitsvertrag mindestens CHF 4'500 pro Monat direkt nach der Lehre und CHF 5'000 nach einem Jahr Branchenerfahrung, jeweils bei 13 Monatslöhnen. Marktüblich liegen erfahrene Elektroinstallateure deutlich darüber, je nach Region, Spezialisierung und Verantwortung.
Der Mindestlohn ist eine Untergrenze, kein Richtwert. Wer nach mehreren Jahren noch beim GAV-Minimum liegt, verdient unter Marktniveau.
GAV Elektrobranche: Mindestlohn 2026
Für die Schweizer Elektro- und Telematikinstallationsbranche gilt ein allgemeinverbindlicher Gesamtarbeitsvertrag. Er legt verbindliche Mindestlöhne fest, kein Betrieb in der Branche darf darunter bezahlen. Die Werte gelten seit dem 1. Januar 2026 und sind gegenüber 2025 unverändert.
| Berufskategorie | Nach Lehrabschluss | Nach 1 Jahr Erfahrung |
|---|---|---|
| Gebäudeinformatiker EFZ (vormals Telematiker) | CHF 4'770 | CHF 5'300 |
| Elektroinstallateur EFZ | CHF 4'500 | CHF 5'000 |
| Montage-Elektriker EFZ | CHF 4'300 | CHF 4'700 |
| Ohne Berufsausbildung | CHF 4'200 | CHF 4'500 (nach 2 J.) |
| Elektro-Teamleiter (mit Prüfung) | CHF 5'600 | keine |
Umgerechnet auf den Stundenlohn ergibt das für einen Montage-Elektriker EFZ rund CHF 24.70 nach der Lehre und CHF 27.00 nach einem Jahr, für einen Teamleiter rund CHF 32.20.
Für Elektroplaner und Servicemonteure nennt der GAV keine eigene Mindestlohnkategorie. Sie werden je nach Aufgabe und Qualifikation eingestuft, in der Praxis meist auf dem Niveau des Elektroinstallateurs oder darüber.
Der GAV regelt mehr als den Lohn
Diese Tabelle zeigt die Mindestlöhne für 2026. Der Vertrag legt daneben die Erhöhungen bis 2029 fest, die Arbeitszeit, 27 bis 30 Ferientage, neun bezahlte Feiertage, Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit, Spesenansätze und was passiert, wenn ein Betrieb unter dem Minimum zahlt.
Was marktüblich bezahlt wird
Der GAV-Mindestlohn und der tatsächlich bezahlte Lohn liegen weit auseinander. Wer Erfahrung, Spezialwissen oder Verantwortung mitbringt, verdient regelmässig ein Drittel mehr als das Minimum. Die folgenden Bandbreiten stammen aus öffentlichen Lohnvergleichen und Stellenplattformen, sie sind Anhaltspunkte, keine garantierten Werte.
| Beruf | Bandbreite Jahresbrutto | Median | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Elektroinstallateur EFZ | CHF 64'000 – 88'000 | CHF 75'000 | Oberes Ende bei Industrie, Spezialisierung oder Bauleitung |
| Montage-Elektriker EFZ | CHF 56'000 – 76'000 | CHF 64'000 | Liegt knapp über dem GAV-Minimum von CHF 55'900 |
| Servicemonteur Elektro 1 | CHF 65'000 – 78'000 | CHF 71'000 | Pikettdienst und Entstörung meist mit Zulagen |
| Gebäudeinformatiker EFZ 1 | CHF 66'000 – 92'000 | CHF 78'000 | Höchste EFZ-Kategorie im GAV, höher als der Elektroinstallateur |
| Elektroplaner EFZ | CHF 70'000 – 100'000 | CHF 83'000 | Kein GAV-Minimum, reiner Marktlohn. Abhängig von CAD- und Normkenntnissen |
| Projektleiter Elektro 1 | CHF 85'000 – 115'000 | rund CHF 98'000 | Führungsverantwortung und Budgetgrösse entscheiden |
| Multimediaelektroniker EFZ 1 | CHF 55'000 – 75'000 | rund CHF 60'000 | Zerfällt in zwei Lohnwelten, Fachgeschäft gegenüber Anlagenbau |
| Netzelektriker EFZ | CHF 62'000 – 86'000 | CHF 71'000 | Eigener GAV der Netzinfrastruktur, Pikettzulagen obendrauf |
| Elektroniker EFZ 1 | CHF 63'000 – 92'000 | rund CHF 76'000 | Kein GAV-Minimum. Industrie statt Baustelle, steilere Laufbahn |
| Automatiker EFZ | CHF 62'000 – 92'000 | CHF 76'000 | Meist MEM-Industrie. Die Branche entscheidet mehr als die Region |
| Elektro-Sicherheitsberater 1 | CHF 76'000 – 104'000 | CHF 88'000 | Kein GAV-Minimum. Kontrollbewilligung nach NIV Art. 27 |
| Elektrotechniker HF 1 | CHF 80'000 – 108'000 | rund CHF 90'000 | Kein GAV, planende Tätigkeit ist ausgenommen. Frei verhandelt |
| Eidg. dipl. Elektroinstallateur (Meister) | CHF 95'000 – 125'000 | CHF 109'000 | Höchste Stufe im Installationsbereich |
Woher die Zahlen kommen. Bandbreiten und Mediane stützen sich auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (Grossregion Zentralschweiz, Erhebung 2024), den Lohnrechner des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds und die Auswertungen von jobs.ch mit Fallzahlen zwischen 68 und 6'690 Meldungen. Alle Angaben sind Jahresbruttolöhne inklusive 13. Monatslohn, bei 100 Prozent Pensum.
1 Servicemonteur, Projektleiter Elektro, Elektroniker, Elektrotechniker HF und Multimediaelektroniker werden von der amtlichen Statistik nicht als eigene Berufe geführt. Beide Zeilen sind Orientierungswerte aus Portaldaten und Stelleninseraten, keine gemessenen Mediane. Wir schreiben das hin, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, die die Datenlage nicht hergibt.
Elektroniker EFZ
Der Elektroniker EFZ startet etwa gleich hoch wie ein Elektroinstallateur, verdient über die Laufbahn aber deutlich mehr, weil er meist in der Industrie entwickelt und in Betrieb nimmt statt auf der Baustelle zu installieren. Einen GAV-Mindestlohn gibt es für ihn nicht: der GAV der Elektrobranche kennt den Beruf gar nicht. Wer in einem Swissmem-Betrieb arbeitet, fällt unter den GAV der MEM-Industrie, der für qualifizierte Mitarbeitende in der Zentralschweiz CHF 4'192 im Monat vorsieht.
Automatiker EFZ
Der Automatiker EFZ arbeitet meist in der Industrie statt am Bau und fällt darum nicht unter den GAV der Elektrobranche, sondern in der Regel unter den GAV der MEM-Industrie oder unter gar keinen. Die Branche entscheidet hier mehr als die Region: zwischen Elektro-Industrie und Präzisionsinstrumenten liegen beim gleichen Profil gut 10'000 Franken im Jahr.
Netzelektriker EFZ
Netzelektriker fallen nicht unter den GAV der Elektrobranche, denn der gilt erst ab dem Einspeisepunkt, und Netzelektriker arbeiten davor im Verteilnetz. Für Netzbaufirmen greift stattdessen der GAV der Netzinfrastruktur mit CHF 4'770 im Monat nach dem EFZ und CHF 4'920 nach drei Jahren, dazu CHF 200 pro Pikettwoche und CHF 50 pro Einsatz. Wer direkt beim Elektrizitätswerk oder beim Verteilnetzbetreiber angestellt ist, fällt unter kein GAV-Minimum, sondern unter das Personalreglement.
Gebäudeinformatiker EFZ
Der Gebäudeinformatiker EFZ ist der einzige Grundberuf, den der GAV der Elektrobranche höher ansetzt als den Elektroinstallateur: CHF 4'770 statt 4'500 nach der Lehre, CHF 5'300 statt 5'000 nach einem Jahr. Das sind CHF 62'010 beziehungsweise 68'900 im Jahr.
Der Grund liegt in der Trägerschaft. EIT.swiss verantwortet den Beruf zusammen mit ICT-Berufsbildung Schweiz, es ist also auch ein ICT-Lehrberuf. Eine Elektrofirma konkurriert bei diesen Leuten nicht mehr nur mit anderen Elektrofirmen, sondern mit dem ganzen ICT-Arbeitsmarkt.
Achtung bei Inseraten und Zeugnissen: Die Lehre heisst seit 2021 so. Der frühere Telematiker EFZ wurde in die Fachrichtung Kommunikation und Multimedia überführt und existiert als eigene Grundbildung nicht mehr. Die ersten Gebäudeinformatiker schlossen im Sommer 2025 ab. Ein eigener Erfahrungsmarkt fehlt deshalb noch, die Marktzahlen oben stammen aus dem Telematikerpool.
Elektro-Sicherheitsberater
Der Titel ist seit Ende 2021 abgeschafft. Die Berufsprüfung heisst heute Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit mit eidgenössischem Fachausweis. Wer «Elektro-Sicherheitsberater» sucht oder im Zeugnis stehen hat, meint diesen Abschluss. Eine automatische Titelübernahme sieht die Prüfungsordnung nur für den früheren Elektro-Projektleiter vor, für den Sicherheitsberater nicht.
Der GAV kennt für diesen Abschluss keine eigene Lohnkategorie. Die Tabelle endet oben beim Teamleiter mit CHF 5'600. Viele Sicherheitsberater arbeiten in Kontrollfirmen oder bei Netzbetreibern und fallen ohnehin aus dem Vertrag, weil Planung und Projektierung vom Geltungsbereich ausgenommen sind. Der Lohn ist hier reine Verhandlungssache.
Was die Rolle knapp macht, steht in der Verordnung: Art. 27 der Niederspannungs-Installationsverordnung nennt die Berufsprüfung wörtlich als Voraussetzung für die Kontrollbewilligung. Ohne diese Bewilligung darf niemand die vorgeschriebenen periodischen Kontrollen abnehmen, und die sind für Wohnbauten alle 20 Jahre fällig, für Gewerbe alle 10 und für Spitäler, Schulen und Hotels alle 5.
Elektrotechniker HF
Der Elektrotechniker HF fällt nicht unter den GAV der Elektrobranche, weil planende und projektierende Tätigkeiten sowie Kaderfunktionen ausdrücklich vom Geltungsbereich ausgenommen sind. Sein Lohn wird frei verhandelt und öffnet sich stark nach Einsatzfeld: in Industrie und Energieversorgung liegt er merklich über der klassischen Gebäudeinstallation.
Multimediaelektroniker EFZ
Der Beruf zerfällt in zwei Lohnwelten. Wer im Fachgeschäft oder im Reparaturservice arbeitet, fällt nicht unter den GAV der Elektrobranche, weil Ladengeschäfte ausgenommen sind. Wer dagegen Kommunikations- und Sicherheitsanlagen installiert, liegt in der Praxis rasch acht- bis zwölftausend Franken höher.
Elektromonteur ist kein eigener Beruf
Elektromonteur ist die alte Berufsbezeichnung, der Abschluss heisst heute Elektroinstallateur EFZ. Einen eigenen Lohn gibt es deshalb nicht, es gelten die CHF 64'000 bis 88'000 von oben. Vorsicht bei Inseraten: dort meint der Begriff teils auch Montage-Elektriker oder Netzelektriker, die rund 8'000 bis 12'000 Franken tiefer liegen. Wer sich auf ein Inserat mit diesem Titel bewirbt, sollte im Erstgespräch klären, welcher Abschluss gemeint ist.
Lohn nach Berufserfahrung
Über eine Laufbahn hinweg steigt der Lohn im Elektrobereich um etwa 30 Prozent. Der grösste Sprung passiert nicht am Anfang, sondern zwischen dem sechsten und zwölften Berufsjahr: dort, wo Selbstständigkeit auf der Baustelle und Führungsaufgaben dazukommen.
| Berufserfahrung | Jahresbrutto |
|---|---|
| 0 – 2 Jahre | CHF 60'000 |
| 3 – 5 Jahre | CHF 63'700 |
| 6 – 8 Jahre | CHF 66'885 |
| 9 – 11 Jahre | CHF 70'324 |
| 12 – 21 Jahre | CHF 74'880 |
| über 21 Jahre | CHF 78'750 |
Besonderheiten in der Zentralschweiz
Der GAV gilt schweizweit gleich. Die tatsächlich bezahlten Löhne unterscheiden sich aber regional deutlich, sowohl nach Lebenshaltungskosten als auch nach Konkurrenzsituation um Fachkräfte.
In der Zentralschweiz spielt zusätzlich die Nähe zum Raum Zürich und Zug eine Rolle: Betriebe in Luzern, Zug und Schwyz konkurrieren um dieselben Leute wie Betriebe in wirtschaftlich stärkeren Nachbarregionen, und müssen entsprechend nachziehen.
Der Kanton bestimmt Ihren Lohn nicht
Der Gesamtarbeitsvertrag der Elektrobranche gilt schweizweit und kennt keine Lohnzonen. Das Mindestgehalt für einen Elektroinstallateur EFZ ist in Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Uri identisch: CHF 4'500 im Monat nach der Lehre, CHF 5'000 ab einem Jahr Branchenerfahrung.
Auch am Markt sind die Unterschiede klein. Zwischen dem tiefsten und dem höchsten Kantonswert liegen rund 8 Prozent, und für Uri, Nidwalden und Obwalden ist die Datenbasis mit unter 50 Meldungen zu dünn für eine belastbare Zahl. Wer wegen des Kantons wechselt, gewinnt beim Lohn wenig. Bei Steuern und Miete deutlich mehr.
| Kanton | Elektrobetriebe | Steuern ledig / verheiratet | Beobachtung |
|---|---|---|---|
| Luzern | 252 (3'145 Beschäftigte) | 14,2 % / 10,7 % | Grösster Elektromarkt der Zentralschweiz, entsprechend die meisten Stellen |
| Zug | 95 (958) | 7,9 % / 5,8 % | Tiefste Steuern der Schweiz, dafür die höchsten Mieten |
| Schwyz | 132 (1'012) | 11,7 % / 9,4 % | Wohnkanton mit starkem Pendleranteil nach Zug und Zürich |
| Nidwalden / Obwalden | 62 (549) | 13,0 / 9,6 % · 14,5 / 14,1 % | Kleiner Markt, dafür kurze Wege und wenig Konkurrenz um Stellen |
| Uri | 16 (176) | 15,4 % / 15,0 % | Kleinster Markt der Region, tiefste Mieten |
Betriebszahlen aus der Statistik der Unternehmensstruktur des Bundesamts für Statistik, Erhebung 2023, Wirtschaftszweig Elektroinstallation. Steuerbelastung nach Taxbooks 2024, Basis Dr.-Tax-Rechner, keine amtliche Publikation. Mietpreisvergleich HEV Schweiz.
Was den Lohn wirklich beeinflusst
Zwischen zwei Elektroinstallateuren mit gleichem Abschluss und gleicher Berufserfahrung können mehrere Tausend Franken pro Jahr liegen. Die häufigsten Gründe:
- Spezialisierung. Photovoltaik, Wärmepumpen, Gebäudeautomation und Ladeinfrastruktur werden aktuell deutlich besser bezahlt als reine Installation.
- Selbstständigkeit auf der Baustelle. Wer eine Baustelle allein führt, Material disponiert und mit dem Bauleiter spricht, ist für den Betrieb etwas anderes wert als jemand, der zugeteilt arbeitet.
- Sicherheitsberater und höhere Fachprüfungen. Formale Qualifikationen schlagen sich direkt in der Einstufung nieder.
- Betriebsgrösse und Branche. Industrie zahlt in der Regel mehr als das klassische Installationsgewerbe, dafür ist die Arbeit oft weniger abwechslungsreich.
- Pikett und Überstundenregelung. Zwei Angebote mit gleichem Grundlohn können sich am Jahresende um mehrere Tausend Franken unterscheiden.
- Verhandlung beim Wechsel. Der grösste Lohnsprung passiert fast immer beim Stellenwechsel, nicht bei der jährlichen Anpassung.
Was sich 2027 und 2029 ändert
Der GAV 2026–2029 sieht eine gestaffelte Erhöhung der Mindestlöhne um insgesamt CHF 200 vor: plus CHF 100 im Jahr 2027 und nochmals plus CHF 100 im Jahr 2029. Für 2026 selbst bleiben die Mindestlöhne auf dem Stand von 2025, es gibt aber eine generelle Lohnerhöhung von 0,2 Prozent, mindestens CHF 50.
Zusätzlich steigt der Ferienanspruch: 27 Tage bis Alter 50 (zuvor meist 25) und 30 Tage ab Alter 50. Bei einem Jahreslohn von CHF 70'000 entspricht ein zusätzlicher Ferientag rechnerisch rund CHF 270, zwei Tage mehr sind also kein Detail.
Häufige Fragen zum Lohn im Elektro
Wie viel verdient man als Elektriker in der Schweiz?
Ein Elektroinstallateur EFZ verdient in der Schweiz zwischen CHF 64'000 und 88'000 im Jahr, der Median liegt bei rund CHF 75'000. Das ist Jahresbrutto inklusive 13. Monatslohn bei einem vollen Pensum. Nach der Lehre startet man typischerweise bei rund CHF 64'000, mit über zwanzig Jahren Erfahrung sind CHF 80'000 und mehr üblich. Ein Montage-Elektriker EFZ liegt mit CHF 56'000 bis 76'000 darunter, weil die Lehre drei statt vier Jahre dauert.
Was ist der Stundenlohn eines Elektrikers in der Schweiz?
Bei einem Jahresbrutto von CHF 75'000 und einer 40-Stunden-Woche entspricht das rund CHF 36 pro Stunde. Die Rechnung: 75'000 geteilt durch 13 ergibt den Monatslohn, dieser geteilt durch rund 173 Monatsstunden. Achtung bei Vergleichen im Netz: Der Stundensatz, den ein Elektrobetrieb seinen Kunden verrechnet, liegt deutlich höher, weil darin Fahrzeug, Werkzeug, Administration und Marge enthalten sind. Das ist nicht der Lohn der Fachkraft.
Was ist der Unterschied zwischen Elektriker und Elektroniker?
«Elektriker» ist die Umgangssprache, meist gemeint ist der Elektroinstallateur EFZ: vier Jahre Lehre, Installationen in Gebäuden, Verteiler, Beleuchtung, Photovoltaik. Der Elektroniker EFZ ist ein eigener Beruf mit eigener vierjähriger Lehre und Schwerpunkt auf Elektronik, Steuerungen und Prüftechnik, häufiger in der Industrie als auf der Baustelle. Wer bei einer Stellensuche das eine tippt und das andere meint, bekommt die falschen Treffer.
Gilt der GAV der Elektrobranche in der ganzen Schweiz?
Ja. Der Gesamtarbeitsvertrag der Schweizerischen Elektrobranche 2026 bis 2029 ist allgemeinverbindlich erklärt und gilt schweizweit, ausgenommen sind nur Genf und Wallis. Er kennt keine regionalen Lohnzonen: Der Mindestlohn für einen Elektroinstallateur EFZ ist in Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Uri identisch, nämlich CHF 4'500 im Monat nach der Lehre und CHF 5'000 ab einem Jahr Branchenerfahrung, jeweils dreizehnmal jährlich.
Quellen
- Gesamtarbeitsvertrag der Schweizerischen Elektrobranche 2026 bis 2029, allgemeinverbindlich erklärt ab 01.01.2026, Anhang 5c Mindestlöhne und Art. 18 zum 13. Monatslohn
- Bundesamt für Statistik, Lohnstrukturerhebung 2024, Auswertung für die Grossregion Zentralschweiz, Berufsgruppe Elektriker und Elektroniker
- Lohnrechner des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds für die Quartilsgrenzen
- Bundesamt für Statistik, Statistik der Unternehmensstruktur 2023, für die Zahl der Elektroinstallationsbetriebe je Kanton
- jobs.ch und lohncheck.ch für die Marktbandbreiten, jeweils mit Angabe der Fallzahl. Werte aus Portalen mit weniger als 50 Meldungen haben wir nicht verwendet.
- Eigene Gespräche mit Elektrobetrieben und Fachkräften in der Zentralschweiz
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Alle Angaben ohne Gewähr. Massgeblich ist immer der individuelle Arbeitsvertrag und der geltende Gesamtarbeitsvertrag. Stand 30. Juli 2026.
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